Kleine Lösungen – mit großer Wirkung

Kleine Details, große Erlebnisse, mit effektvoller Bereicherung des ganzen Gartens. Es kann sich dabei um Möbel handeln, um Platten, Bepflanzung oder vielleicht von allem ein bisschen etwas.

– Von Anne Fischer Stausholm, Landschaftsarchitektin MDL, PLR.

Träumen Sie von einem schöneren, gehaltvolleren Garten, jetzt, wo die Saison vor der Tür steht? Dann können selbst kleine Lösungen eine große Wirkung haben. Beginnen Sie damit, dass Sie Ihr Ziel definieren, und freuen Sie sich darüber, dass das Ziel in Reichweite ist. Denn es ist ja schon beschlossen, dass es eine kleinere Aufgabe ist.

Es gibt richtig viele Lösungen, aber ein kluger Ansatz wäre, herauszufinden, ob an Bepflanzung, Belag oder Inventar gearbeitet werden soll, oder ob vielleicht eine Kombination mehrerer Aspekte auf dem Plan steht. Wählen Sie auch die Stelle im Garten aus, an der gearbeitet werden soll.

Wollen Sie an den Pflanzen arbeiten, kann es z.B. um eine dunkle und schattige Stelle gehen, die heute mit einer zottigen, moosigen Rasenfläche vor sich hin dümpelt. Hier kann das schönste Stauden-Schattenbeet entstehen, mit Funkien, Farn, Beinwell und Salomonssiegel.

Oder vielleicht geht es um einen langweiligen, flachen Rasen. Hier kann ein großer Baum Wunder wirken; ich denke dabei nicht an Bäume, die groß werden, sondern Bäume, die groß verkauft werden. Das kann einen Garten vollständig verändern.

Überlegen Sie sich auch, ob es ein immergrüner Baum sein soll. Das wäre ein ganzjähriges Erlebnis, und Vögel und Eichhörnchen verkriechen sich gern zwischen den immergrünen Nadeln. Geeignete Pflanzen wären Eibe, Thuja oder vielleicht Kiefer, wobei die letztere sehr im Trend liegt.

 

Mit Monokulturen bepflanzte Beete einzufügen ist ebenfalls eine Detaillösung mit markantem Effekt. Monokultur soll heißen, dass fürs ganze Beet nur eine Pflanzensorte verwendet wird. Das kann man mit allen Pflanzen machen, aber am eindrucksvollsten sind Pflanzen, die in eine straffe Form gestutzt werden, wie etwa Eiben, oder blühende Pflanzen wie z.B. Herbstanemone oder Lavendel. Sträucher wie die Kolkwitzie (Perlmuttstrauch) sehen auch in langer Reihe fantastisch aus, erfordern aber einen Garten von erheblicher Größe. Der Nachteil bei Monokulturen ist, dass ihre Glanzzeit nicht lange währt. Sie sind daher vorzugsweise mit anderen Beettypen zu kombinieren.

Legen Sie einen grünen Teppich auf dem Carport-Dach an! Grüne Dächer sind in diesen Jahren beliebt. Es ist umweltgerecht und ein schönes Erlebnis. Entscheidend für die Wahl der Pflanzen ist die Frage, wie viel das Dach tragen kann. Hauswurz hält lange Trockenzeiten aus und braucht daher nur eine dünne Humusschicht, während ein Grasdach eine dickere Wachstumsschicht erfordert.